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Knocking on DJ-Heaven’s Door.

Satt.
Eines frühen Morgens um die Jahrtausendwende, meine Schicht war gerade zu Ende, da hatte ich das Auflegen plötzlich satt. Erschöpft blickte ich auf den leeren Saal hinunter. Wo eben noch der Mob bis zum (im wahrsten Sinne des Wortes) Erbrechen zu den Hits von Abba bis Zappa (okay, eher von Bloodhound Gang bis Neil Young, aber was ist bitteschön schlimmer?) gefeiert hatte, lungerten nur noch ein paar einsame Gestalten herum, die den knutschenden One-Night-Pärchen und der Barbesatzung beim Aufräumen zusahen. Meine Ohren bluteten von dem Scheiss-Set, das ich eben des lieben Geldes wegen abgefeuert hatte. ‘So geht das nicht weiter’, dachte ich, fuhr die Anlage herunter (den Verstärker wie immer zuletzt) und klickte meine schweren Koffer zu. Auf dem Heimweg blieb wie immer nach solchen Abenden das Autoradio aus. Genug Musik für heute.

Nach dem Ausschlafen rief ich in der Ilse an und fragte, ob sie einen DJ-Job für mich hätten.
Und sie hatten.

An meinem ersten Abend dort spielte ich nur Sachen, auf die ich Bock hatte.
Irgendwann kam einer der Betreiber – wer, wird nicht verraten – ans Pult und meinte: “Mensch Guido, Du legst die ganze Zeit Musik von Bands auf, die hier schon gespielt haben, oder noch spielen werden!”
Könnt Ihr Euch einen freundlicheren Willkommensgruss an der DJ-Himmelspforte vorstellen?

Happy Birthday zum Zehnten, Ilses Erika!

Categories: L.E.Vice, Time Of My Life.

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