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Fanzine-Verlosung! Noisy Neighbours in gute Hände abzugeben.

Fanziner haben einen dicken Stein bei mir im Brett. Das Feuer, die harte Arbeit, die Kosten, der karge Lohn. Alles für die Liebe. Alles Romantiker, irgendwie. Und nun sind sie auch noch eine aussterbende Spezies geworden, dem blöden Internet sei’s hinterhergeflucht.
Das Medium ändert sich, die Probleme bleiben: Das Gejammere der alten Blogger-Hasen über fehlende “Vias” beim Jungbloggervolk erinnert an das Wehklagen der Zine-Dinos über schwindende Tauschsitten. Früher war das nämlich so: Wer anderen Fanzinern sein eigenes Heft schickte, bekam im Gegenzug das Heft des Beglückten im Tausch zurück. Ein ungeschriebenes Gesetz war das, eine Frage der Ehre.
Das schlechte Gewissen plagt mich bis heute jedesmal, wenn unaufgefordert ein Fanzine aus dem Briefkasten plumpst. So wie neulich das Noisy Neighbours.

Ein Jubiläumsheft. Acht Jahre und 25 Ausgaben hat das Ding auf dem Buckel, die Macher sind allesamt mindestens in den 30ern, und wenn im Vorwort vom Transport der 300 Kilogramm schweren Erstauflage im eigenen Corsa erzählt wird, sollte jedem Nostalgiker das Herz bluten. Farbcover, 64 Seiten in A4, 2000er-Auflage, musikalisch den lauten Gitarren irgendwo zwischen Visions und Uncle Sallys zugeneigt (natürlich den weitgehend unbekannten Künstlern des Genres ) – also nicht meine Baustelle. Trotzdem gibt’s genug zu entdecken: eine geschmackvolle Auswahl an Autorencomics im Rezensionsteil zum Beispiel, oder Vorstellungen von Filmen, für die nicht an jeder Strassenecke geworben wird.

Zum Punkt. Der Verlosung. Auf Seite 3 bitten die Herausgeber nämlich:

“(…) natürlich brauchen wir auch Hilfe, Eure Hilfe, denn ein Heft kann noch so ‘indie’ sein – wenn es nicht wahrgenommen und gelesen wird, dann nutzen die ganzen guten Vorsätze nichts. (…) reicht die Hefte weiter an diejenigen, die nicht wissen, wo sie eines kaufen können, kein Geld für ein Abo haben, prinzipiell kein Geld für Musikzeitschriften ausgeben, weil es doch so viele umsonst gibt und so weiter …”

Gerne doch. Mein Noisy Neighbours-Heft soll hiermit weiterwandern zu einem von Euch, liebe Leser.

Aufgepasst: Ich verschenke ein Exemplar (inclusive aller beigepackten Promo-CDs) unter denjenigen, die mir bis zum 25. Januar, Schlag 12 Uhr Mittag, einen Kommentar unter diesen Beitrag schreiben oder eine kurze Mail dazu schicken.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, und bitte macht auch nur mit, wenn Euch Bands wie Colour Haze oder Stan Or Ichy wirklich interessieren.

Categories: Papercues.

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