
Je anonymer die Leute agieren können, desto frecher werden sie. Das Prinzip des Trolls liess sich gestern gut auf der Twitterwall im Friedrichstadtpalast verfolgen. Während die Statusmeldungen auf der rechten Seite noch den jeweiligen Personen bei Twitter zuzuordnen waren, blieben die Sprüche links bis auf die ersten Stellen der Handynummern für den restlichen Saal anonym (Was nicht heisst, dass die Klarnummern nicht im Netz stehen – man muss nur wissen, wo.) Ich brauche wohl nicht zu sagen, auf welcher Seite es mehr abging. Die SMS-Ecke war fest in Troll-Händen, Bemerkungen wie “Heul doch” oder Witze über das Aussehen der Personen auf der Bühne waren noch nicht mal Tiefpunkte. So beschwerte sich Helmut Lehnert am Ende eines Diskussionspanels sinngemäss über die Tatsache, dass sich hinter seinem Rücken einfach nur ausgekotzt werde, während er sich in einer ernsthaften Diskussionen befinde.
Und jetzt zu etwas ganz anderem, ein paar nützlichen Links und einem kleinen Pressespiegel:
- Kosmars Newsroom mit eingebundenem Stream, Twittersearch, Bildersuche u.s.w.
- Mobiler Fan-Guide mit dem kompletten Programm (Superteil, praktischer als alles aus Papier!)
- Nico hat bei Spreeblick ein paar Fotos zusammengetragen
- Netzzeitung “Twitter ist nicht genug”
- Tagesschau “Die digitale Avantgarde in Berlin”
- Tagesschau “Leben im Netz, Treffen in Wirklichkeit”
- Netzwertig “Poken:Per Gadget-Handschlag bei Facebook & Co. verbinden.”
- Tagesspiegel “Die Blogger und der Mainstream”
So, ich bin dann auch mal wieder auf dem Weg. Der Akku ist geladen.