Kein Blog, aber Oho: Papillon Renovation. Falls es Euch mal nach Frankreich ziehen sollte, besucht doch mal den Interior Decoration Shop in La Roche Posay. (Das ist keine Reklame, sondern ein Hinweis auf einen Laden von guten Freunden.)
Neulich sass mir im Zug eine junge Frau gegenüber, die Tony Sopranos russischer GeliebtenIrina(Spoiler: der Brünetten, nicht der Einbeinigen) zum Verwechseln ähnlich sah. Nur, dass sie blonde Haare hatte.
Irgendwann klingelte ihr Handy, sie nahm ab und sprach - russisch.
Ein Freund und Sopranos-Fan meinte, ich solle das mal aufschreiben.
Die DJ-Setliste live und vollautomatisiert aus dem Club twittern. Das geht jetzt. Zumindest bei all jenen, die digital mit Traktor (der DJ-Software für schlapp um die 200 Euro) auflegen. Ein neue Software mit dem starken Namen “Twitter-DJ” macht’s möglich.
Klingt erstmal Super.
Im Vor-mp3-Zeitalter aber wäre das mein Untergang gewesen.
Die Termine in den Studentenclubs waren hart umkämpft. Im Ring der DJs um regelmässige Jobs war so ziemlich alles zugelassen, ausser echten Waffen. Rufmord, falsche Freundschaften, Unterwanderung der Clubräte, CD-Diebstahl, schlechter Sex und so weiter.
Das - wie ich finde - perfideste Mittel in unserem Studentenparty-Kleinkrieg war das Nachahmen von guten Setlisten. Die unkreativen Honk-DJs besuchten einfach die Abende der Konkurrenz und merkten sich die gutgehenden Titel inklusive Reihenfolge. Klingt lächerlich, ist aber ärgerlich. Wer den eigenen Auftritt mit Songs würzt, die er wenige Stunden zuvor im Secondhandladen teuer erstanden hat, und sie in der darauffolgenden Woche bei einem anderen DJ in der - ungelogen - identischen Reihenfolge hört… und dann den Typen am Pult als denjenigen wiedererkennt, der einem beim letzten eigenen Gig die Interpreten der ausgefallenen Sachen aus den Rippen geleiert hat, und der noch dazu einen der damals spärlichen Highspeed-Napster-Zugänge besass…
Kurzer Sinn: Ich hätte “Twitter-DJ” gehasst.
Heute ist das zum Glück alles anders, da geht es nur noch um die Kunst, nicht mehr ums Geld.
Wie war nochmal der Login für dieses Blog? Na, Spass beiseite. Ich war nur im Urlaub und danach auf Twitter. Zur Entschädigung für meine vierwöchige Abstinenz ein paar schon leicht abgestandene (na was wohl) Ferienohrwürmer, wie sie bunter kaum sein könnten.
Dizzee Rascal feat. Armand van Helden - “Bonkers” (You Tube)
Alexis Denisof, der Darsteller von Wesley Wyndham-Price in Buffy und Angel, als 20jähriger in einer tragenden Rolle im Zweitclip (es gibt mehrere offizielle zu dem Song) zu George Harrisons “I got my mind set on you”. Nicht erschrecken, DAS waren die WIRKLICH FIESEN 80er, Kids.
Ich kann mich kaum erinnern, wann ich das letzte mal so scharf auf ein Album war. Schon die dritte Single und wir müssen trotzdem noch vier Wochen auf die legale Release warten. Da muss man sich wirklich gut ablenken können, wenn der Torrent-Finger zuckt.
Achtung Vegetarier, explizit Content nach dem Klick.
Eines Tages kommen Spanferkel auf Stadtfesten vermutlich genauso lässig wie Janet Jacksons blanker Busen in amerikanischen Footballstadien.
Bis dahin hilft die Verbraucherzentrale Hamburg weiter: “Wo sind in Fertigprodukten tierische Zutaten versteckt?” oder (mindestens genauso eklig) “Liste mit Kunstkäse-Produkten” (unbedingt die Bilder in dem PDF anschauen!).
Apropos Kunst statt Käse. Analog-Käse ist Abzocke einzig aus Profitgründen, er besteht aus Eiweiß, Wasser und Pflanzenöl, statt aus Milchfett. Zwar wird unsere Milch immer billiger, Milchfett jedoch muss erst einige Monate reifen. Kunstkäse tut dem Esser zwar nicht weh, trotzdem wäre es schön, wenn die Industrie betroffene Produkte anständig kennzeichnen würde. “Etikettenschwindel: Analog-Käse” (ZDF-Beitrag auf You Tube)
Tipp zum Schluss: Nimmersatt in Berlin, ein feines Blog mit Tipps zu vegetarischen Gerichten in Berliner Restaurants.
[Nachtrag: Oh, Klickschutz für die Vegetarier zu Beginn vergessen. Har.]
Wo beginnt Zensur im Netz? Internetaktivistin Franziska Heine und Familienministerin Ursula von der Leyen streiten über die Stoppschilder vor Kinderpornoseiten. [Zeit]
[Zeit] Ein-Euro-Jobs, Leiharbeit oder gar keine Beschäftigung: Julia Friedrichs, Eva Müller und Boris Baumholt haben Menschen seit der Einführung von Hartz IV begleitet.
[taz.de] Sparmaßnahmen bei Verlagen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern: Dass die Pressevielfalt im Norden immer weiter abnimmt, ist jetzt auch wissenschaftlich belegt.
(Medien, NZZ Online) Heribert Seifert hat sich durch die Online-Archive verschiedenster Zeitungen geklickt und ist fasziniert. So berichtet die “TIMES” über die französische Revolution nur auf den hinteren Seiten. Wichtiger schienen damals Kleinanzeigen und Hofnachrichten zu sein.